Die Badener sind herzliche und gastfreundliche Menschen. Die Leidenschaft zur guten Küche und dazu passenden Weinen wurde seit Generationen in den Familien und der Gastronomie gelebt und lebt weiter. Nicht nur hier zeigt sich die Verwandtschaft zu unseren benachbarten Elsässern und Burgundern und die lange Zugehörigkeit zum Hause Habsburg (Vorderösterreich).



Ob sie die herkömmliche bodenständige Küche mit den Spezialitäten wie Schäufele und Zwiebelkuchen mögen oder raffiniert gekochte Menüs, Sie finden immer dazu die korrespondierenden Weine. Durch die schonende Vinifikation der Weine sind diese sehr bekömmlich. Ihre Säuren sind anregend, aber gut verträglich. Diese Kaiserstühler Weine eignen sich vorzüglich zur heutigen modernen Küche, die leicht und fantasievoll ist.
Hier finden Sie Geschichten, Anregungen und Rezepte rund um Essen und Wein:
Grauburgunder-Suppe mit Bärlauch
Zutaten:
2 EL Butter
2 EL Mehl
100 g Zwiebeln
50 g Sellerie
50 g Lauch, nur weiße Teile
200 ml Grauburgunder trocken
200 ml Geflügel- oder Gemüsebrühe
200 ml Sahne
Schnittlauch
1 Bund Bärlauch
Salz, Pfeffer aus der Mühle und Muskat zum Abschmecken,
nach Wunsch etwas Zitronensaft.
Zubereitung:
Das Gemüse waschen und schälen
mit 1 El Butter anschwitzen und Mehl zugeben (helle Mehlschwitze)
mit 100 ml Grauburgunder und Brühe auffüllen.
40 Minuten langsam kochen lassen, mixen, durchsieben.
Sahne dazugeben und nochmals aufkochen,
abschmecken, restlichen 100 ml Grauburgunder zugeben.
Bärlauch und Schnittlauch fein schneiden und in der Suppe ziehen lassen.
Croutons :
4 Scheiben Toastbrot, Rinde entfernen, in Würfel schneiden( 1 Tag vorher ) oder altes trockenes Weißbrotin Butter golden anbraten, auf einem Küchenpapier entfetten.
Croutons über die Suppe streuen.
Spargel - ein königlicher Genuss Quelle: (www.spargelseiten.de)
Für das Festessen zum Nato-Jubiläumsgipfel in Baden-Baden gabs für die Großen der Welt Spargel aus heimischen Gefilden - ob die Großen, die Könige aus Äggypten und Griechenland Spargel nicht nur als Heilmittel gekannt haben, bleibt ungewiss. Es waren aber sicherlich die Römer, die Spargel als erstes Volk als Kulturgemüse geschatzt und angebaut haben, wie die ausführliche Anleitung von Marcus Portius Cato (ca. 234-149 v. Chr.) beweist. Wohlhabende Römer haben das geschätzte Gemüse gerne als Vorspeise genossen.
Anfang des 17. Jahrhunderts entstanden erste Anbaugebiete
Zu Beginn des 17. Jahrhunderts war Spargel schon allgemein bekannt. Zu dieser Zeit entstanden die ersten Anbaugebiete, die zum Teil noch heute Bedeutung haben (z.B. um Berlin). Auf Bildern aus jener Zeit kann man sehen, dass Spargel damals als Grünspargel angebaut wurde. Ohne Zweifel ist mit dem Anbau von grünem Spargel wesentlich früher begonnen worden. Noch 1852 schreibt L. Huot (“Der verbesserte Spargelanbau”), dass in vielen Gegenden Deutschlands, wie auch in England und Frankreich, der grüne Spargel bevorzugt werde. Lediglich in Norddeutschland werde der weiße Bleichspargel bevorzugt. Erst später setzte sich in Deutschland der weiße Spargel allgemein durch.
Noch im 19. Jahrhundert schätzte man Spargel nicht nur wegen seines Wohlgeschmacks, sondern auch wegen seiner vermeintlichen Heilwirkung. So war Spargel im amtlichen Arzneibuch vermerkt, musste also in Apotheken vorrätig sein.
Spargel SATT - Festessen ohne Aufwand
Stangenspargel vom Köpfchen nach unten hin schälen und in Salzwasser mit etwas Butter nach Vorliebe garen. Wir reichen dazu nur Schinken,neue Kartoffeln und zerlassene Butter.
...und ohne Fingerschälchen
Früher wurde Spargel relativ umständlich mit den Fingern gegessen. Es war üblich, die nicht mit Messer und Gabel zerkleinerten Spargelstangen mit den Fingern in den Mund zu führen. Da es dabei immer wieder zu Problemen kam, wurde zum Spargelessen das berüchtigte, mit warmem Wasser gefüllte Fingerschälchen gereicht. Außerdem wurden Zitronenscheiben angeboten. Während des Spargelessens konnte man seine Fingerspitzen immer wieder vorsichtig und unter Zurhilfenahme einer leicht zusammengepressten Zitronenscheibe in das Fingerschälchen eintunken ...
Weshalb Spargel früher mit den Fingern gegessen wurde
Für die aus heutiger Sicht vielleicht unsinnig erscheinende Sitte, Spargel nur mit den Fingern zu essen, gab es einen einfachen Grund. Die Messer waren nämlich nicht rostfrei! Wurde der Spargel mit den rostanfälligen Messern geschnitten, fingen diese stark an zu rosten.
Messer und Gabel sind beim Spargelessen erlaubt
Weitere Rezepte gibt es auf der Seite Feines zum Wein.